Dienstag, 19. Februar 2008
Hände
Hände gibt es weich und klein.
Hände gibt es kalt und fein.
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Hände gibt es stark und hart.
Hände gibt es groß und zart.
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Hände gibt es feucht und scheu.
Hände gibt es warm und treu.
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Alle haben eins gemeinsam,
sie sind nur ungern einsam.
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Hände suchen Hände,
bauen und zerstören Wände.
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Sie schließen oder öffnen Türen,
wenn sie einander zart berühren.
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Hast Du die Hand erst mal verspührt,
die an Deiner Seele rührt,
weißt Du schnell Du hast gefunden,
wofür Du Dich so lang geschunden.
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Die ganze Haut ist auf Empfang,
fang an, sie zu entdecken,
jede Pore einzeln aufzuwecken.
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Nur kein Geiz,
hat doch jede Stelle ihren Reiz.
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Ohne wenn und ohne Wort
laß die Hände bleiben dort.
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Schließ die Augen wie im Traum,
vergiß ein bißchen Zeit und Raum.
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Laß die Hand die Haut berühren,
und wenn sie mag auch mal verführen.
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Hände öffnen Wände.

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Schön. So sensibel. Toll.

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